Verkehr

Ein Riesenumweg oder eine sinnvolle Umfahrung aus einem Guss?

Um es vorwegzunehmen: Wir befürworten eine Nordumfahrung um die Erdingerinnen und Erdinger vom enormen Durchgangsverkehr zu entlasten.

Eine Umfahrung Erdings sollte allerdings auch für die Erdinger selbst ein Angebot darstellen. Die aktuell geplante Umfahrung im Osten führt zu einem Umweg von ca. 10 Kilometern, was laut Aussage der Experten die Akzeptanz der Umfahrung deutlich senkt. Wer nimmt einen solchen Umweg in Kauf, wenn er z.B. von Altenerding nach Langengeisling möchte?

Wie auch der Verkehrsclub Deutschland halten wir diese Streckenführung für wenig sinnvoll. Wir treten für eine Umfahrung aus einem Guss ein, die auch die seit vielen Jahren vorhandenen Planungen zur Verlegung der Ostumgehung aufnimmt und sinnvoll weiterführt. Im Rahmen der nun angepassten, reduzierten Flächen aus der Konversion des Fliegerhorstes sollte eineTrassenführungen mit möglichst geringem Flächenverbrauch, deutlich kürzeren Wegen und damit entsprechenden CO2-Einsparungen nochmals überdacht werden.


Kein Pendlerbahnhof im Stadtgebiet!

Einen Pendlerbahnhof mit hunderten Stellplätzen im Stadtgebiet lehnen wir ab, da damit wiederrum unnötiger Verkehr in die Stadt geholt wird, was dem Sinn der Nordumfahrung schlicht widerspricht. Die Parkplätze am künftigen Bahnhof sind auf ein nötiges Minimum für Busse, Taxis sowie Kurzparker zu beschränken. Pendlerparkplätze sind außerhalb des Stadtzentrums zu schaffen. Zudem führt die geplante Anbindung des Bahnhofs über den Norden wiederum zu erheblichen Umwegen.


Wir wollen zum Kronthaler Weiher – schnellstmöglich!

Der beste Verkehr ist derjenige, der vermieden werden kann. Trotzdem ist und bleibt es eine Utopie, dass alle „mit dem Rad zum Baggerweiher“ fahren – und es braucht schlichtweg eine vernünftige Lösung zur Anbindung des beliebtesten Erdinger Naherholungsgebietes, dem Kronthaler Weiher. Anstatt einer Zufahrt über den Umweg der Nordumfahrung plädieren wir für eine kurze Anbindung nach Westen zur ED19, einer kurzen und sinnvollen Zufahrt auf Höhe des Parkplatzes, die unabhängig von der Nordumfahrung zeitnah realisiert werden könnte.

Diese Planung würde auch eine Entlastung der Johann-Sebastian-Bach-Straße für den motorisierten Durchgangsverkehr ermöglichen und könnte unabhängig von der Nordumfahrung (die derzeit noch in weiter Ferne liegt) realisiert werden. Auf Zeit spielen ist hier die schlechterste Alternative.